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Die ersten Rittertuniere können für die Zeit zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert nachgewiesen werden. Vermutlich organisierte Heinrich I., Ritter und König des Ostfrankenreichs, eines der ersten Tuniere mit festem Regelwerk. In der Frühphase dienten die Ritterkämpfe normalerweise als unterhaltsames Programm auf größeren Festlichkeiten wie Hochzeiten und Geburten. Die Teilnehmer und Zuschauer waren zu dieser Zeit ausschließlich hohe Adelige, die einen Fürsten-oder Herzogstitel besaßen.

Für den Veranstalter waren die Ritterkämpfe eine willkommene Gelegenheit, mit seinem Reichtum anzugeben.

Später wurden die Ritterkämpfe zu einer Attraktion für alle Gesellschaftsschichten. Zuschauer waren sowohl Hofdamen und andere Hochgeborene als auch das gemeine Volk. Meistens wurde eine ganze Woche gefeiert.

Für die Kämpfe gab es einen groß angelegten Turnierplatz. Vor dem Start des Zweikampfes wurden die beiden Rittermannschaften dem Publikum durch einen Herold namentlich vorgestellt. Duellkämpfer waren dagegen selten. Meistens bekämpften sich – wie auf einem Schlachtfeld – zwei rivalisierende Gruppen. Bei den Kämpfen kam es zu schweren Verletzungen und auch das Publikum war einem gewissen Risiko ausgesetzt. Manchmal gingen Pferde durch oder aber die Ritter fielen mit ihren Lanzen ins Publikum.

Meistens fanden die Spiele im Monat Mai, rund um Pfingsten, statt. Der Kirche gefiel das nicht, denn sie war davon überzeugt, Zuschauer wie Teilnehmer würden durch die Festivitäten zu Todsünden verleitet werden.

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